Donnerstag, 19. Januar 2012

Müllabfuhr in Kundapur!


Lockeres Treffen vor'm Tempel.

Lisa und Caro aus dem Environmental Education Projekt und ich haben uns mal Gedanken darüber gemacht, wie man die Müllsituation in Kundapur verbessern könnte. Eine öffentliche Müllabfuhr gibt es hier nämlich nicht. Die Müllabfuhr wird von Selbshilfegruppen organisiert, die aus Bürgern bestehen. Um uns einen Überblick über die Müllentsorgung zu verschaffen, haben wir uns mit einer getroffen.
Sie haben uns sogar Einblick in ihre Abhollisten gewährt.

Kochen im Small Office


Dieser junge Mann, genannt Niko, freut sich auf sein Essen.

Neulich haben wir im Small Office Kartoffeln gekocht und die mit einem Tsatsiki ähnlichen Joghurt zum Mittag gegessen. Es war so lecker mal wieder etwas heimisches zu essen; wir konnten kaum genug davon kriegen. Voller Tatendrang haben Niko und ich uns danach aufgemacht und eine Pfanne gekauft. (Erst danach ist uns aufgefallen, dass wir damit eigentlich nur Rührei und Pfannkuchen machen können). Zwei Teller und Gabeln und ein Messer kamen noch dazu. Ab jetzt fühlen wir uns wie die Könige, wenn wir uns zum zweiten Mittag noch ein Rührei oder nachmittags Pfannkuchen machen. Haferschleim mit Bananen und Grantapfel ist allerdings auch ziemlich gut.
Tzaziki-Köchinnen
Unsere Kochplatte, oder Kochkrücke.
Kochutensilien, inklusive Miniameisen oder Cerealien.
Man möchte meinen, wir machen hier für irgendwas Werbung,...
...doch wir freuen uns einfach nur über Bananen-Schoko-Pfannkuchen!

Meine Rolle als Affe (Teil zwei)


Bei unserer einzigen Probe, der Generalprobe, ging es drauf und drüber!

Im Rahmen eines Informationstages für Schüler haben wir Freiwillige aus Kundapur ein kleines selbst ausgedachtes Theaterstück aufgeführt. Der Tag ging um die Natur, um Umweltschutz und um die Tierwelt. Passend dazu lieferten wie ein Stück in dem ein umwelt verschmutzender Geschäftsmann nach einem Tsunami von Delfinen gerettet wird und sich eines besseren besinnt. Caro, die aufgrund ihrer Fußverletzung eingeschränkt war, hat die Regie übernommen. Der Rest der Freiwilligen wurde zusammen mit Manjula und Charlene, zwei FSL-Mitarbeiterinnen, auf Szenen und Rollen eingeteilt. Ich habe mich in der Affenrolle bemüht.
Unsere graziösen Delphine...
...und meine Affen-Wenigkeit.

Erste indische Geburtstagsparty



Integriert, wie wir sind, wurden wir von unserem Fitnesstrainer zur Geburtstagsparty seines einjährigen Sohnes eingeladen. Niko, Daniel und ich haben einen Teddybär geschenkt, ein Foto gemacht und dann das Essen genossen, das Hauptteil der Veranstaltung war. Noch ein bisschen geschnackt mit dem und mit jenem, denn ungefähr jeder aus dem Fitnessstudio war da. Dann war die Feier auch schon wieder vorbei.
Ein schickes Foto mit dem Glücklichen gab's natürlich auch!

Jahrmarkt oder Festival?



In Koteshwara war am 10. Dezember ein großes Festival. Koteshwara ist das etwas größere Dorf neben meinem Dorf Beejadi. Im ganzen Dorf standen Essensbuden, Schmuckbuden und andere kleine Straßenshops. Es war wie ein kleiner Jahrmarkt. An zwei Stellen gab es auch einige Karussels, ein Riesenrad und andere Fahrgeschäfte. An jeder Ecke konnte man kleine Tröten kaufen. Mit diesen machte dann jeder, der Lust hatte ordentlich Krach. Auch kulturelle Darbietungen gab es. Es waren Bühnen aufgebaut und an einer Stelle stand sogar ein großer Flachbildfernseher über den Videos abgespielt wurden. Die Straßen waren überfüllt mit Menschen und gegen Abend gab es eine Mondfinsternis. 
"Hundeshow" in der wir leider nicht drin waren
Hüpfburg-Rutsche, waren wir leider auch nicht drinnen.
Hier hätten sie uns glaub ich sowieso nicht reingelassen.
Der Wagen im Hintergrund wurde von ca. 300 Leuten gezogen.
Ein Monstermobil, von der Größe her!

Projektarbeit - Bootstour



Wie in jedem neuen Monat sind im Dezember auch neue Freiwillige bei FSL in Kundapur angekommen. Wenn es nicht zu viele sind, organisieren wir vom Eco Tourism Projekt einen Tagesausflug für die Neulinge. Meistens läuft das auf eine Bootstour mit Rahmenprogramm hinaus. Im Dezember haben wir die Bootstour erstmals in Trasi ausprobiert. Eigentlich ist alles ganz gut gelaufen, bis auf, dass es definitiv zu heiß war! Wir sind quasi direkt in der Mittagshitze hinaus gefahren. Das hätte man auch schon vorher wissen können!
Ansonsten war es ein sehr schöner Ausflug mit lecker Essen in der Familie von Richard. Unserer besten Kontaktperson in Trasi. 
Im Tempel zu Maravanthe
Schlechte Bildqualität, aber schöner Ausflug, ist es gewesen!

Dienstag, 17. Januar 2012

Mein Freund Ganesh

Nichts ahnend saß ich im Bus nach Mangalore, um eine Freiwilligen party zu feiern. Und - Zack- spricht man kurz mit seinem Sitznachbarn, tauscht Kontakte aus und hat eine Bekanntschaft gemacht, die man nicht wieder vergessen wird. Ganesh ist Präsident des Rotary Club Padubidris und hat mich prompt zu einer Veranstaltung am Folgetag eingeladen.
Das habe ich mir nicht entgehen lassen und so habe ich mich quasi als Ehrengast auf der Veranstaltung wieder gefunden (fälschlicherweiseauch auch als Rotary Club Mitglied aus Deutschland). Ich habe mich am Rednerpult kurz vorgestellt, ein paar Sätze über mich, mein Indienjahr und meine Begegnung mit Ganesh gesagt und von ca. 200 Leuten ein bisschen Applaus kassiert.
Danach sind wir noch zum alljährlichen Tauziehen gefahren. Rotary Club Padubidri unterstützt das Event seit kurzem und nutzt es gleichzeitig, um Werbung zu machen. Das war ein sehr schöner Nachmittag für mich. Leider hat mir irgendein Fremder die kompletten Fotos gelöscht, während er ein Foto von mir machen sollte. Naja, die Erinnerung bleibt!
Ganesh, seine Famile und ich
Inmitten Ganesh's Neffen

Im November habe ich dann mein Versprechen eingelöst, welches ich Ganesh gegeben habe und hab ihn zuhause in Padubidri besucht. Er hat mich seiner Frau, seiner kleinen Tochter und seiner sehr alten Mutter vorgestellt. Er hat mir sein Fotoalbum gezeigt, wo er mit wichtigen Größen, wie zum Beispiel dem ehemaligen Ministerpräsidenten von Karnataka abgelichtet war.

Ungewohnt: Mal mit Indern "ein Bierchen" trinken. Die Inder bevorzugen aber Whiskey mit Wasser.
Später haben wir uns mit seinem besten Freund und Rotary Club Sekretär getroffen und waren in einem Restaurant essen. Das war erneut ein sehr gelungener Abend an dem man mal offen über alles reden konnte, was einem so im Kopf herumschwirrte. Genächtigt habe ich bei ihm zuhause, auf dem Boden des Wohnzimmers. Der Gastgeber hat sich nicht gescheut und neben mir geschlafen. Dieser Besuch hat mir mal wieder den krassen Unterschied zwischen deutscher und indischer Gastfreundlichkeit aufgezeigt, und den Abgrund-tiefen Unterschied, wie man in beiden Ländern auf Fremde zu geht.

Am nächsten Tag waren wir noch bei zwei öffentlichen Veranstaltungen (Ganesh hatte insgesamt sechs, an diesem Tag!). Danach sind wir zu einem Heiligen gefahren. Der Mann, dessen Name ich leider nicht mehr im Kopf habe, verteilt laut Ganesh sehr effektive Segnungen (Mit 100Rs als Spende ist man dabei). Das bringe viel Kraft und Erfolg. Ganesh geht mindestens einmal im Monat zu ihm. Dann ging es aber erstmal zurück nach Kundapur für mich.